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Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 13. Mai 2003; 14:59
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Terminvorschau:

> 20. Internationale Sommerakademie

des Friedensforschungszentrum Burg Schlaining von 6.-12. Juli 2003:
"Schurkenstaat und Staatsterrorismus - Die Konturen einer militaerischen
Globalisierung".


Mit dem Ende des Kalten Krieges und der Aufloesung des Warschauer Paktes
erhofften viele, einer friedlicheren Welt entgegensehen zu koennen. Die
Veraenderungen der internationalen Beziehungen seit 1989 zeigen sehr
deutlich, dass seit dem Ende der bipolaren Weltordnung politisch undenkbare
Kriege nun durchfuehrbar sind. Insbesondere durch den 11. September 2001
wurde der bisherige Trend zum Ausbau der Militaerpotenziale noch weiter
intensiviert. Das US-Konzept der "Schurkenstaaten" findet nun im Konstrukt
einer "Achse des Boesen" seinen Ausdruck.

Derartigen "Schurken" wird eine destabilisierende Ruestungspolitik durch die
Produktion von Massenvernichtungswaffen, Unterstuetzung des Terrorismus,
Unfaehigkeit und Unwilligkeit zur Schaffung einer Demokratie westlicher
Praegung oder Verletzung von Menschenrechten vorgeworfen. Die Regierung
unter George W. Bush und eine flexibel zusammenstellbare "Allianz der
Willigen" sind bereit, gegen diese Akteure Kriege zu fuehren. Die Rolle des
Militaerpakts NATO sowie auch die transatlantischen Beziehungen muessen
spaetestens seit dem Irak-Krieg 2003 einer Neubewertung unterzogen werden.
Sind die Verstimmungen in den Beziehungen zwischen den USA und der EU auf
Auffassungsunterschiede hinsichtlich der Bedeutung der UNO und des
Voelkerrechts zurueckzufuehren oder Vorboten eines Streits um eine
Militaerhegemonie?

Das aussenpolitische Vorgehen der US-Regierung loest nicht nur in den
arabischen Staaten Befremdung aus: atomare Erstschlagsdoktrin, Entwicklung
neuer Atomwaffen, Kuendigung des ABM-Vertrages, Doktrin des
"Praeventivkrieges" oder die Nennung von militaerischen Ziellaendern in der
"Nuclear Posture Review". Das US-Militaerbudget soll im Jahr 2007 einen
Endwert von 469 Mrd. US$ erreichen. Spaetestens seit dem 11.9.2001 stellt
sich allerdings die Frage, ob bislang gueltige Sicherheitskonzepte in
Zukunft noch tragfaehig sind.

"Der globale Konflikt ist ein Klassenkonflikt zwischen armen und reichen
Laendern, armen und reichen Menschen. Es ist kein Konflikt der
Zivilisationen", so der Friedensforscher Johan Galtung. Der Irak-Krieg
verdeutlichte nicht nur den Zusammenhang von Oekonomie und Krieg, sondern
bestaetigte damit auch das langjaehrige Engagement der BefuerworterInnen
einer anderen Globalisierung. (Einladungstext: T. Roithner/gek.)

Teilnahmekosten: Vormittagsvortraege, Plenardiskussionen inkl. Workshops:
Euro 40,-- fuer die ganze Woche oder Euro 10,-- pro Tag;
StudentInnenermaessigung: Euro 20,-- fuer die ganze Woche. Nebem Hotels
gibts auch kostenlose Unterbringung mit Schlafsack ist im Turnsaal der
Volksschule Schlaining. Waschmoeglichkeiten sind ebenfalls kostenlos
nutzbar. Einfache und kostenlose Campingmoeglichkeit am Sportplatz der
Gemeinde ist gegeben.

Kontakt: Oesterreichisches Studienzentrum fuer Frieden und Konfliktloesung
(OeSFK), Aussenstelle Wien: Wiedner Guertel 10, 1040 Wien, Tel. 01/79 69
959. Fax 79 65 711, aspr.vie@aspr.ac.at,
http://www.aspr.ac.at/sak2003.htm



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